Erkrankungen

Informieren Sie sich über einige häufige Erkrankungen!

Diabetes mellitus - Zuckerkrankheit bei Hund und Katze

Diabetes mellitus, landläufig auch als Zuckerkrankheit bekannt, ist eine Stoffwechselstörung, bei der es durch absoluten oder relativen Insulinmangel zu einer Störung der Glucoseaufnahme in die Zellen kommt.

Betroffen sind vor allem Tiere mittleren bis höheren Alters. Übergewichtige Tiere und unkastrierte Hündinnen haben ein erhöhtes Krankheitsrisiko.

Insulin ist ein von der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziertes Hormon, das den Blutzuckerspiegel regelt, in dem es für die Aufnahme von Blutzucker (Glucose) in die Zellen sorgt. Bei Diabetes melltius wird zu wenig Insulin produziert oder die Zielzellen reagieren nicht darauf, sodass die Glucose im Blut ansteigt während die Zellen €žhungert. Tiere mit Diabetes mellitus haben also ständig Hunger und nehmen gleichzeitig ab.

Die im Blut angereicherte Glucose wird über den Harn ausgeschieden (Glucosurie). Hunde und Katzen zeigen erhöhte Harnmenge (Polyurie) und müssen mehr trinken (Polydipsie), um nicht auszutrocknen.

Tiere mit Diabetes mellitus sind häufig matt, haben vermehrten Haarausfall, ein stumpfes, trockenes Fell und auch eine erhöhte Infektanfälligkeit. Linsentrübungen (diabetische Katarakt) und Veränderungen der Netzhaut (diabetische Retinopathie) können die Sehkraft beeinträchtigen.

Um Ihren Energiebedarf zu decken bauen Hunde und Katzen Fett und Eiweißquellen ab. Dies kann bei anhaltend hohem Blutzuckerspiegel zum diabetogenen Ketoazidose, dem sogenannten Zuckerkoma, führen.

Die Diagnose erfolgt mittels Untersuchung von Blut und Harn. Eine alleinige Untersuchung des Harns ist nicht aussagekräftig.

Diabetes mellitus ist zwar nicht heilbar, aber gut behandelbar. Eckpfeiler der Therapie ist die Verabreichung von Insulin bei gleichzeitiger kontrollierter Ernährung. Der Behandlungserfolg muss regelmäßig kontrolliert werden, damit falls nötig eine Anpassung der Insulindosis vorgenommen werden kann. Für die Kontrolle zu Hause sind speziell für die Veterinärmedizin (auf die Tierart abgestimmte) Blutzuckermeßgeräte entwickelt worden. Gewichtsabnahme bei übergewichtigen Tieren kann dazu führen, das der Körper selbst wieder Insulin produziert und auch die Kastration von Hündinnen kann das Einstellen des Blutzuckerspiegels erleichtern.

Zuletzt aktualisiert am 10.02.2016 von Administrator.

Flöhe, Zecken und andere Plagegeister

Wenn im Frühjahr die Temperaturen ansteigen, erfreut sich nicht nur Mensch und Haustier an der Sonne. Flöhe, Zecken und andere Plagegeister erwachen zu neuem Leben.

  • Flöhe
  • Zecken
  • Milben
  • Läuse und Haarlinge
  • Stechmücken, Kriebelmücken

Flöhe

Flöhe sind die häufigsten Parasiten bei Hunden und Katzen. Es gibt verschiedene Arten dieser Insekten z.B. den Hunde-, Katzen-, Kaninchen-, Igel-, Hühner- und Menschenfloh. Bei ihrer Blutmahlzeit sind die Flöhe meist nicht sehr wählerisch sind, sodass auch der Mensch durchaus einmal zu ihrem Opfer werden kann. Die geschieht besonders dann, wenn der "richtige" Wirt nicht da ist.

Ein bis zwei Tage nach seiner ersten Blutmahlzeit beginnt das Flohweibchen mit der Eiablage und kommt im Laufe ihres Lebens auf etwa 2000 Eier. Diese fallen vom Wirtstier und entwickeln sich in dessen Umgebung, besonders gut bei Wärme, Feuchtigkeit und in Teppichen, Polstermöbeln, etc. Innerhalb von 3 bis 4 Wochen entsteht so aus den Eiern über 3 Larven- und ein Puppenstadium die neue Flohgeneration.

Wie macht der Floh krank?

  • stark juckenden Entzündungen durch den Flohstich
  • Blutarmut bei massivem Befall (70 weibliche Flöhe saugen etwa 1ml Blut pro Tag)
  • übertragung des Gurkenkernbandwurms bei Hund und Katze, übertragung der Myxomatose beim Kaninchen
  • Ausbildung einer Flohspeichelallergie

Was tun gegen Flöhe?

Verschiedene Präparate töten die Flöhe und schützen z.T. auch gegen Neubefall:

  • Spot On Präparate werden auf direkt auf die Haut im Nacken aufgetropft (Haare scheiteln). Je nach Wirkstoff besteht für 4 bis 8 Wochen ein Schutz gegen Neubefall mit Flöhen.
  • Flohschutzbänder für Hunde und Katzen bieten z.T. einen Schutz von etwa 1/2 Jahr. Bei Katzen müssen sie unbedingt eine Sollbruchstelle aufweisen!
  • Bei Verwendung von Sprays und Pudern ist darauf zu achten, dass das gesamte Tier behandelt werden muss.

Hat ein Tier Flöhe muss unbedingt die Umgebung mit behandelt werden:

  • Decken, etc. heiß waschen
  • Teppiche und Polstermöbel absaugen (Flohspray oder Puder in den Staubsack geben)
  • Anwenden von Fogger

Zecken

Zecken gehören zu den Spinnentieren. Die Entwicklung der Zecken erfolgt vom Ei über Larven- und Nymphenstadien. Larven haben 3 Beinpaare, Nymphen und Adulte 4. Jedes Stadium saugt nur einmal Blut, danach wird der Wirt gewechselt. Zecken werden aktiv, wenn die Bodentemperatur auf 5 bis 7 °C ansteigt. Da sie sich optimal bei Temperaturen zwischen 17 und 20 °C oder einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80 bis 95 % entwickeln kommt es meist im Frühjahr und im Herbst zu den Höhepunkten der Zeckenplage. Milde Winter begünstigen die Vermehrung.

Wie machen Zecken krank?

  • Juckreiz und Schwellung an der Stichstelle
  • Blutverlust (ein Zeckenweibchen kann bis zu einem halben Milliliter Blut pro Tag saugen)
  • übertragung gefährlicher Krankheitserreger, v.a. wenn die Zecken lange Zeit zum Saugen haben.
  • Borrelliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem durch den "gemeinen Holzbock" übertragen wird. Etwa 1/4 der Zecken und Nymphen sind Träger von Borrelien. Mögliche Symptome sind Fieber, Lahmheiten und Schwellungen der Gelenke.
  • Babesiose und Ehrlichiose sind durch Zecken übertragenen Erkrankungen, die  früher nur in südlichen Ländern zu finden waren, jetzt aber auch bei uns immer häufiger werden. Die Erreger parasitieren in den roten Blutkörperchen bzw. in den Blutplättchen. Babesiose führt zu Fieber und Anämie, häufig ist dunkler/roter Harn als Symptom zu finden. Ehrlichiose zeigt sich sehr unterschiedlich: Blutungen können genauso auftreten wie Gelenksentzündungen.

Was tun gegen Zecken?

  • Absuchen der Tiere nach Zecken schützt die Tiere, da weniger Zeit zum übertragen von Krankheitserrreger ist. Zecken die sich bereits angesaugt haben werden mit einer Pinzette oder Zeckenzange heraus gezogen oder gedreht.
  • Spot-On-Präparate töten Zecken ab. Es gibt auch Präparate mit Repellenswirkung, die Zecken schon vor dem Biss fernhalten. Wenn diese Präparate die Zecke aber nur fernhalten und nicht abtöten, besteht jedoch die Gefahr, dass statt dem Hund der Mensch zum Opfer der Zecke wird. Spot-On-Präperate bieten meist für etwa einen Monat einen Schutz.
    Achtung: viele Zeckenmittel, die bei Hunden angewendet werden, sind für Katzen jedoch unverträglich.
  • Zeckenschutzbänder schützen oft ein halbes Jahr und länger. Sie müssen jedoch unbedingt eine Sollbruchstelle aufweisen um Strangulation mit dem Band zu verhindern.

Milben

Milben gehören zu den Spinnentieren. Meist sind sie mit freiem Auge nicht zu erkennen.

Ohrmilben (Otodectes) kommen bei allen Fleischfressern vor, bei der Katze sind sie die häufigsten Milben. Sie leben im äußern Gehörgang und verursachen dort heftigen Juckreiz. Typisch ist, neben Kratzen und Kopfschütteln, das rötlich braune bis schwarze Ohrenschmalz. Die Milbe selbst ist mit freiem Auge nicht zu erkennen.

Räudemilben (Sarcoptes) leben in den oberen Hautschichten und verursachen Haarausfall, Krusten und heftigen Juckreiz am ganzen Körper. Zu Beginn kommt es zu Schuppenbildung im Kopfbereich, die sich immer weiter ausbreitet. Da diese Milbe u.a. auch bei Füchsen vorkommt sind, Jagdhunde besonders häufig betroffen.

Grabmilben (Notoedres) führen zur sog. Kopfräude, bei der der Juckreiz anfangs v.a. den Kopf betrifft und sich langsam immer weiter ausbreitet. typisch sind die schuppigen Ohrränder.

Ohrmilben, Räudemilben, und Grabmilben können bei engem Kontakt auch auf den Menschen übergehen. Dort verursachen sie meist juckende Papeln.

Raubmilben (Cheyletiella) können ein räude ähnliches Bild verursachen, meist kommt es aber zu hochgradiger Schuppenbildung an Rücken und Kruppe. Gelegentlich sieht man diesen Parasiten sogar mit freiem Auge als "wandelnde Schuppe".

Haaarbalgmilben (Demodex) leben in den Haarfollikeln, häufig auch bei gesunden Tieren. Sie sind streng wirtsspezifisch, d.h. eine übertragung zwischen Hund und Katze oder auf den Menschen ist nicht möglich. Sie können lokal (meist an Kopf oder Pfoten) zu Haarlosigkeit führen, aber auch (besonders bei geschwächtem Immunsystem) zu Hautentzündungen mit Juckreiz am ganzen Körper führen.

Herbstgrasmilben sind eigentlich Bodenbewohner. Die Larven (3 Beinpaare) jedoch leben für einige Tage parasitär und befallen dann neben Kleinsäugern auch Hund, Katze, Kaninchen und den Menschen. Bei starkem Befall sind gelblich-orange Beläge zu finden. Die Larven ritzen die Haut an und saugen mit Speichel aufgelöstes Gewebe auf, was zu massivem Juckreiz führt. Die die Larven sind v.a. im Spätsommer und im Herbstaktiv.

Läuse und Haarlinge

Läuse und Haarlinge sind flügellose Insekten, die relativ selten vorkommen.

Die Hundelaus saugt Blut. Sie ist als dunkler etwa 1,5 - 2,5 mm großer Punkt im Fell zu finden. Außerdem sind ihre Eier, die sog. Nissen, im Fell als helle Punkte zu finden. Befall führt zu Juckreiz und Blutarmut.

Läuse gibt es aber auch bei Kaninchen, Maus, Ratte und Hörnchen.

Haarlinge gibt es bei Hund, Katze und Meerschweinchen. Sie ernähren sich von Hautschuppen und verursachen durch ihr herumkrabbeln massiven Juckreiz an Kopf, Hals und Rücken. Haarlinge können den Gurkenkernbandwurm übertragen. Man erkennt sie als helle, bewegliche etwa 1,6 - 19mm große Punkte im Fell.

Stechmücken, Kriebelmücken

Diese Insekten sind zwar bei auch uns lästig, für Hund und Katze aber keine Gefahr. Anders ist es in südlichen Ländern, wo sie gefährliche Erkrankungen übertragen.

  • Leishmaniose ist eine gefürchtete Erkrankung bei Mensch und Hund, die weltweit in warmen Ländern vorkommt. überträger sind Sandmücken (Phlebotomus). Gewissen Schutz bietet ein spezielles Halsband, das Mücken abwehrt.
  • Die Herzwurmerkrankung tritt in Mittelmeerländern, Norditalien und der USA auf. überträger sind Stechmücken. Prophylaktische Wurmkuren werden empfohlen.

Zuletzt aktualisiert am 09.06.2012 von Administrator.

Wenn Fressen krank macht: Futter(mittel)allergien und -unverträglichkeiten

Immer häufiger werden bei Hunden und Katzen "allergische Reaktionen" auf Futtermittel festgestelllt. Hierbei kann es sich um "echte" Allergien z.B. auf eine bestimmte Fleischsorte oder auf Unverträglichkeiten z.B. gegen Histamin handeln.

Welche Symptome haben betroffene Hunde und Katzen?

  • Juckreiz
  • Haarausfall
  • Durchfall
  • Blähungen
  • Verdauungsstörungen

Futtermittelallergien werden diagnostiziert und behandelt in dem spezielle Diäten verabreicht werden. Es gibt Diäten mit bekannt gut verträglichen Zutaten (z.B. Huhn oder Ente mit Reis) oder mit aufgespaltenen Eiweißen, die vom Körper nicht als körperfremd erkannt werden.

Bei Futtermittelunverträglichkeiten produziert der Körper kein oder zu wenig Enzym, um einen bestimmten Stoff abzubauen. Das können z.B. Histamin, Lactose (Michzucker) oder Gluten (Weizeneiweiß) sein. Hier ist es in manchen Fällen möglich dem Körper entsprechende Enzyme zuzuführen bzw. das Futter darf diese Zutat nicht enthalten.

Zuletzt aktualisiert am 09.06.2012 von Administrator.

Schwachstelle Nieren - vor allem bei Katzen ein Problem

Die Nieren übernehmen im Körper vielfältige Aufgaben:

  • Ausscheidung der harnpflichtigen Substanzen
  • Regulation des Wasser- und Elektrolythaushaltes
  • Regulation des Säure-Basen- Haushaltes
  • endokrine Funktionen (Regulation des Blutdrucks, des Gehalts an roten Blutkörperchen, der Mineralisierung der Knochen) usw.

Niereninsuffizienz ist der Verlust dieser Fähigkeiten. Da die Nieren erstaunliche Fähigkeiten zur Kompensation haben, kommt es erst dann zur Niereninsuffizienz, wenn rund zwei Drittel der Nephrone außer Funktion sind. Die so genannten Nierenwerte (Harnstoff und Kreatinin) im Blut steigen an.

Ursachen für Niereninsuffizienz können sein:

  • Nierenerkrankungen z.B. bei Infektionen, Vergiftungen, angeboren, u.v.m.
  • Minderdurchblutung der Nieren z.B. bei Schock, Herzinsuffizienz, massiver Wasser- und Elektrolytmangel, Tromboembolien u.v.m.
  • Harnrückstau z.B. durch Harnsteine, Blasentumoren, Traumata u.v.m.

Da die Nieren vielfältige Aufgaben übernehmen, sind auch die Symptome einer Niereninsuffizenz vielfältig. Häufig kommt es zu Austrocknung, struppigem Fell, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Abmagerung trotz erhaltener Freßlust, Mundgeruch, Entzündungen im Maul, vermehrtem Trinken,

Verlust der Stubenreinheit, Mattigkeit und Blutarmut. Oft sieht man nur eines dieser Symptome, obwohl bereits eine ausgeprägte Niereninsuffizienz vorliegt. Klarheit über den Schweregrad bringt die Untersuchung des Blutes.

Gerade Katzen erkranken häufig an Nierenerkrankungen, da sie von Natur aus relativ wenig Nephrone (Untereinheiten der Niere) besitzen. Eiweißreiche Nahrung und das Faktum das viele Katzen zu wenig trinken wirken sich zusätzlich negativ aus.Chronische Niereninsuffizienz ist eine der häufigsten Erkrankungen bei alten Katzen. Darunter versteht man den fortschreitenden Funktionsverlust der Nieren. Das Endstadium der Niereninsuffizenz ist das Nierenversagen. Akutes Nierenversagen hingegen ist relativ selten, muss aber sofort intensiv behandelt werden.

Chronische Niereninsuffizenz ist nicht heilbar, aber behandelbar. Der Tierarzt setzt je nach Schweregrad Sofortmaßnahmen (Infusionen, medikamentelle Behandlung). Die Umstellung auf spezielles Nierendiätfutter, das weniger Eiweiß und weniger Phosphor enthält, verringert die Belastung der Nieren. Auch spezielle Phosphor-Binder sind erhältlich.

Zuletzt aktualisiert am 09.06.2012 von Administrator.

Stubenunreinheit - wenn Katzen ihr Kistchen meiden

Wenn Katzen plötzlich nicht mehr auf Katzentoilette gehen, kommt schnell Verzweiflung auf. Denn nicht nur der geerbte Perserteppich, auch die frisch gebügelte Wäsche oder das Bett werden als Ersatzklo häufig gewählt. Nun ist guter Rat teuer. Stubenunreinheit, der Tierarzt spricht von “Periurie”, kann verschiedene Ursachen haben:

Viele Katzen drücken so ihren Protest aus. Ein neues Familienmitglied (egal ob Mensch oder Tier) kann genauso die Ursache sein, wie Streitereien um die Rangordnung zwischen den Katzen. Bei Rangordnungsproblemen empfiehlt sich als erstes das Aufstellen von mehreren Katzentoiletten. Und zwar eine Katzentoilette pro Katze und noch eines sozusagen als Reserve.

Das meiden der Katzentoilette kommt aber auch vor, wenn Katzen mit dem Platz an dem das die Toilette steht oder mit der Katzenstreu nicht zufrieden sind. Katzen sitzen dann häufig am Rand der Toilette, graben neben der Toilette oder miauen und umlaufen diese.

Stubenunreinheit kann aber auch Zeichen einer Erkrankung sein. Nach einer Studie aus den USA hatten rund ein Drittel der wegen dem Verhaltensproblem "Stubenunreiheit" vorgestellten Katzen eine Erkrankung der unteren Harnwege. Häufige Erkrankungen sind Blasenentzündungen und Harnsteine. Der Harnabsatz ist in diesen Fällen schmerzhaft, die Katzen wollen nicht mehr auf ihre Toilette. Eine Untersuchung des Harns ist zur Abklärung unbedingt nötig.

Zuletzt aktualisiert am 09.06.2012 von Andreas Hainsch.

Zahnerkrankungen - wenn Tiere zum Zahnarzt müssen

Lange wurde die Zahnhygiene bei unserem lieben Freund und Begleiter, dem Vierbeiner, vernachlässigt. Jeder weiß, wieschmerzlich Zahnschmerzen sind. Darum sollten Sie mit Ihrem Freund, dieser Erkenntnis nachkommen und Ihren Tierarzt bitten stets einen Blick auf die Zähne zu werfen.

Um eine voll Funktion des Gebisses zu Gewährleisten, ist es unerläßlich, auf die Zahnpflege zu achten. Hier gibt es heute auch für die Tiere Zahnpflegesets.

Mit diesem Equipment haben Zahnstein und Parodontose keine Chance. Regelmäßiges Putzen verschont auch Hund und Katze vor frühzeitigem Zahnverlust.

Um die Zähne zwischendurch natürlich zu reinigen gibt es spezielle Kau-Strips, die den Zahnstein mechanisch entfernen.

Sollte es trotz allem zu Zahnstein kommen, ist auch Ihr Tierarzt in der Lage mit Ultraschall den Zahnstein zu entfernen, anschließend professionell zu polieren und die Zähne zu versiegeln.

Zahnstein

Eines der häufigsten Zahnprobleme von Hunden und Katzen ist Zahnstein. Dieser entsteht durch Einlagerung von Mineralien in bakterielle Zahnbeläge (sog. Plaque). Er führt zu Entzündung und Zurückweichen des Zahnfleisches (Gingivitis) und ist Hauptursache für Paradontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates), verursacht aber auch Entzündungen der Wangenschleimhaut.

Bei Entzündungen des Zahnfleisches gelangen Bakterien über den Blutkreislauf aus der Mundhöhle zu Herz, Lunge, Niere und Leber. Zahnstein kann also schwerwiegende Folgen für lebenswichtige Organe haben.

Zähneputzen (am besten täglich) verhindert am wirksamsten die Bildung von Zahnbelägen und damit von Zahnstein. Daran sollten Welpen bereits früh gewöhnt werden. Für Hunde sind spezielle Zahnbürsten und - pasten erhältlich. Kauknochen, Kaustreifen und spezielle Diätfuttermittel verhindern, oder zumindest verzögern, ebenfalls die Bildung von Zahnstein.

Bereits bestehender Zahnstein muss beim Tierarzt entfernt werden. Damit sich nicht gleich wieder Zahnstein bildet kommen nun die oben erwähnten Maßahmen zum Tragen.

Karies

Zahnkaries ist beim Hund viel seltener als beim Menschen. Betroffen sind vor allem Hunde die Süßes naschen, da durch bakterielle Säurebildung der Zahnschmelz angegriffen wird. Bestimmte Rassen wie z.B. der Foxterrier sind besonders anfällig. Wie beim Menschen ist Entfernung der betroffenen Stellen und Füllung möglich, häufig ist die Karies jedoch soweit fortgeschritten, dass der Zahn gezogen werden muss.


Zuletzt aktualisiert am 09.06.2012 von Administrator.