Impfungen

Impfung einer KatzeWir bieten in der Regel alle üblichen Impfungen für Ihr Tier an, z.B. für Ihr Hund:

  • S für Staupe
  • H für Hepatitis contagiosa canis (HCC)
  • P für Parvovirose
  • Pi für Zwingerhusten (Parainfluenza)
  • L für Leptospirose
  • T für Tollwut

Natürlich gibt es noch weit mehr infektiöse Erkrankungen, die beim Hund auftreten können, doch es ist unmöglich gegen alle zu impfen. Bei der Entscheidung, gegen welche Krankheiten man impfen sollte, und gegen welche nicht, sind folgende Überlegungen entscheidend:

  • Ist die Erkrankung lebensbedrohlich, oder nur eine wenig gefährliche Krankheit, gegen die jeder halbwegs kräftige Patient leicht eine natürliche Immunität aufbauen kann?
  • Ist der Krankheitserreger in der Umgebung des Patienten häufig genug, dass von einer Gefährdung ausgegangen werden kann?
  • Wie groß ist das Impfrisiko, steht es in einem vernünftigen Verhältnis zur Gefahr durch die Infektion?
  • Wie groß ist die Gefahr, die von einem infizierten Haushund ausgeht, für den Menschen?

Nach Abwägung der oben aufgeführten Überlegungen kommt man für den „normalen“ Familienhund in Deutschland eben zu der bekannten Zusammenstellung: SHPPiLT. Die Grundimmunisierung erfolgt durch zweimalige Impfung im Abstand von 4 Wochen. Der frühestmögliche Impftermin ist die 8. Lebenswoche. Eine Auffrischungsimpfung sollte jährlich erfolgen. Zusätzlich kann der Tierarzt eine Impfung gegen die Borelliose anbieten, eine Infektion mit dem Bakterium Borellia burgdorferi.

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Informationen zum Thema Impfung:

Staupe

Die Krankheit wird auch bezeichnet als Carrésche Krankheit. Der Erreger ist ein Paramyxovirus der Gattung Morbilivirus. Empfänglich für dieses Virus sind neben den Kaniden fast alle Marderartigen und Waschbären. Die Infektion wird mit allen Sekreten und Exkreten übertragen. Das Virus vermehrt sich zunächst in den lymphatischen Geweben des Hals- und Rachenraumes sowie in den Lymphknoten der Bronchien. Von hier aus gelangt es am 3.- 4. Tag nach der Infektion in den Blutkreislauf. Es sind vor allem Atemwege, Verdauungstrakt, Harnwege, die Haut - auch die Hornhaut des Auges - und schließlich das ZNS betroffen. Die virale Infektion wird häufig durch bakterielle Sekundärinfektionen kompliziert. Es bleiben oft lebenslang Veränderungen an der Hornhaut des Auges, den Zähnen und dem Nervensystem zurück.

Zuletzt aktualisiert am 16.10.2012 von Andreas Hainsch.

Hepatitis contagiosa canis (HCC)

Die HCC wird auch bezeichnet als: ansteckende Leberentzündung des Hundes, Rubarthsche Krankheit, Fuchsenzephalitis, infectious canine hepatitis (ICH). Der Erreger ist das canine Adenovirus Typ 1 und 2 (CAV-1 bzw. 2). Empfänglich für dieses Virus aus der Gruppe der Adenoviridae sind, außer Hunden, Stinktiere, Waschbären und einige Bärenarten. Die Infektion wird übertragen durch den Kontakt mit Speichel, Nasensekret, Kot und Harn erkrankter Tiere. Die Inkubationszeit beträgt 2-10Tage. Die Erkrankung kann mit unterschiedlicher Schwere und Geschwindigkeit verlaufen. Leichtere Krankheitsverläufe bleiben oft unerkannt, schwere können innerhalb weniger Tage zum Tode führen. Zu den typischen Symptomen der Erkrankung gehören in der Anfangsphase Erbrechen, Durchfall und Fieber. Im weiteren Verlauf der Erkrankung treten eine schmerzhafte Entzündung der Leber, Funktionsstörungen der Nieren, neurologische Störungen und Blutgerinnungsstörungen, die sich in Einblutungen in die Schleimhäute äußern, auf.

Zuletzt aktualisiert am 16.10.2012 von Andreas Hainsch.

Parvovirose

Das Virus ist, wie der Name andeutet, besonders klein (lat. parvus = klein). Im Übrigen ist es auch besonders resistent in der Umwelt. Es hält sich bei Wohnraumbedingungen auf Oberflächen Monate, vielleicht sogar Jahre. Wenn ungeimpfte Welpen unter drei Monaten mit dem Virus infiziert werden, entwickelt sich neben einer Enteritis(=Darmentzündung) eine Myokarditis(= Entzündung des Herzmuskels), die in der Regel innerhalb kurzer Zeit zum Tode führt. Tiere, die älter als drei Monate sind, bilden das Krankheitsbild der Myokarditis in der Regel nicht mehr aus. Man findet hier nur das Bild einer schweren Enteritis, mit oft blutigen Durchfällen, die unbehandelt meist tödlich verlaufen. Die regelmäßige Immunisierung der Muttertiere senkt das Infektionsrisiko für die Welpen erheblich, erschwert aber den Aufbau einer eigenen Immunität.

Zuletzt aktualisiert am 16.10.2012 von Andreas Hainsch.

Zwingerhusten (Parainfluenza)

Das Canine Parainfluenzavirus Typ 2, Kurzbezeichnungen CPIV oder Pi -2, ist der häufigste Erreger des Zwingerhustens. Die Inkubationszeit beträgt 3-10 Tage. Eine Infektion ist gekennzeichnet durch Nasenausfluss, Fieber, Husten, Konjunktivitis und Tonsillitis. Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Das Virus ist in der Umwelt nicht lange haltbar. Wie bei vielen Atemwegsinfektionen spielen für das Krankheitsgeschehen Sekundärerreger eine große Rolle. Die häufigsten sind das canine Herpesvirus (CHV) und das Bakterium Bordetella bronchioseptica. Infektion mit den genannten Sekundärerregern verläuft unbehandelt meist tödlich, zumal vorwiegend junge Hunde und Welpen betroffen sind.

Zuletzt aktualisiert am 16.10.2012 von Andreas Hainsch.

Leptospirose

Die Leptospirose des Hundes ist eine durch Spirochäten - eine Bakteriengruppe - verursachte Infektion. Eine Rolle für dieses Krankheitsgeschehen spielen Leptospira canicola (=Stuttgarter Hundeseuche), Leptospira icterohaemorrhagiae (Weilsche Krankheit), sowie Leptospira grippotyphosa. Die Leptospiren sterben in getrocknetem Zustand schnell ab, halten sich dagegen in Wasser nahezu unbegrenzt. Stehendes Wasser spielt für die Übertragung daher meist eine bedeutende Rolle. Eine direkte Übertragung von einem infizierten Tier auf ein anderes kann jedoch auch erfolgen. Als Zwischenwirte für den Erreger spielen Ratten und Mäuse die Hauptrolle. Die Leptospiren dringen über Haut und Schleimhaut in den Wirt ein und verbreiten sich auf dem Blutwege im ganzen Körper (=Septikämie). Schwerpunktmäßig werden folgende Organe betroffen: Herzmuskel, Brustfell, Leber und Niere. Bei einer Infektion mit Leptospira icterohaemorrhagiae kommt eine Hämolyse zum typischen Krankheitsbild hinzu. Der Mensch kann an Leptospiren erkranken, er ist jedoch weniger empfindlich als der Hund, und die Erkrankung verläuft weniger schwer als bei diesem.

Zuletzt aktualisiert am 16.10.2012 von Andreas Hainsch.

Tollwut

Die Tollwut ist die gefährlichste Infektionskrankheit des Hundes für den Menschen. Es handelt sich hierbei um eine Zoonose, was bedeutet, dass die Erkrankung von Tier zu Mensch und umgekehrt übertragen werden kann. Jährlich sterben weltweit  rund 55.000 Menschen an Tollwut. Weltweit wurde die Infektion in 99,9% der untersuchten Fälle auf den Menschen durch den Biss eines streunenden Hundes übertragen. Der kleine Rest von 0,1% geht meist auf Infektionsübertragungen von Weiderindern, Füchsen, Ratten und Fledermäusen auf den Menschen zurück. Nach Ausbruch von Krankheitssymptomen verläuft die Infektion bei Mensch und Tier immer tödlich. Erreger der Erkrankung ist das Lyssavirus aus der Familie der Rhabdoviridae. Neben der Infektionsübertragung durch Biss ist auch eine Übertragung durch tierische Sekrete über Hautwunden möglich. Der Erreger hält sich im Erdboden und Tierkadavern mehrere Monate, in Wohnräumen etwa einen Monat. Das klassische Krankheitsbild ist eine fortschreitende Enzephalitis(=Gehirnentzündung), häufig verbunden mit Krämpfen, krankhaft gesteigertem Aggressionsverhalten, leichteren Lähmungserscheinungen, v.a. der Schlundmuskulatur und starkem Speichelfluß (=rasende Wut). Häufig findet man bei Hunden heute langsam fortschreitende allgemeine Lähmungen, Verdauungsstörungen (Durchfall) und Apathie als Krankheitsbild(= stille Wut). Das Virus breitet sich im infizierten Organismus vom Infektionsort entweder auf dem Blutwege ins Gehirn aus, oder es wandert entlang der Nervenbahnen ins Gehirn. In ersterem Falle kann es schon nach wenigen Tagen zum Ausbruch der Erkrankung kommen, in letzterem Falle kann die Inkubationszeit beim Menschen bis zu einem Jahr betragen. Beim Hund liegt die Inkubationszeit typischerweise zwischen 15 und 90 Tagen. Der Tod tritt durch Atemlähmung und Ersticken ein.

Zuletzt aktualisiert am 16.10.2012 von Andreas Hainsch.

Impfen von Hunden, Katzen und Pferden? Notwendig oder überflüssig?

Es gibt in letzter Zeit einige Interessengruppen, die einzelne Impfungen, die Zeitabstände zwischen Wiederholungsimpfungen oder das Impfen generell kritisieren. Die Diskussion wird von den Tierärzten sehr ernst genommen. Unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse sind nachfolgend die wichtigsten Fragen und Antworten aus tierärztlicher Sicht zusammengefasst, um Ihnen als Tierhalter/Tierhalterin die Entscheidung für oder gegen eine Impfung zu erleichtern.

Zuletzt aktualisiert am 03.06.2012 von Administrator.

Warum sollte ich mein Tier impfen?

Der Sinn einer Impfung besteht darin, eine Erkrankung zu verhindern oder dafür zu sorgen, dass sie deutlich kürzer und milder verläuft. Viele Infektionskrankheiten, gegen die geimpft werden kann, können nicht behandelt werden und sind absolut tödlich. In Deutschland zugelassene Impfstoffe haben in aufwendigen Studien ihre Wirksamkeit bewiesen und werden ständig weiterentwickelt. Die Impfung ist eine einfache und sichere Methode, mit der Sie Ihr Tier vor Leiden schützen und Behandlungskosten sparen können. Bei Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt liegen Broschüren aus, in denen die einzelnen Krankheiten beschrieben werden. Der Tierarzt berät und prüft für Sie,  welche Impfungen bei Ihrem Tier aufgrund der Haltung des Tieres und der regionalen  Ausbreitung von Tierkrankheiten oder -seuchen sinnvoll sind, ob Ihr Tier gesund ist oder Risikofaktoren vorliegen, welcher Zeitpunkt für die Impfungen richtig ist und welcher Impfstoff geeignet ist.

Klassische Infektionskrankheiten sind dadurch zurückgedrängt worden, dass immer mehr Tiere regelmäßig geimpft werden. Die steigende Lebenserwartung unserer Haustiere ist ein klarer Erfolg konsequenter Impfungen. Viele, oft tödlich verlaufende Krankheiten treten jedoch immer noch tagtäglich regional auf. Bei Kleintieren sind das besonders Staupe, Parvovirose, Tollwut, Katzenleukämie und Katzenseuche, beim Pferd Tetanus, Herpes und Influenza. Weil viele Krankheiten seltener geworden sind, besteht eine gewisse Impfmüdigkeit.

Ungeimpfte Tiere leben dabei praktisch auf Kosten der geimpften Tiere: Von der Gesamtheit einer Tierart, der Population, müssen 70 bis 80 Prozent geimpft sein, damit sich Infektionskrankheiten nicht zu einer Epidemie ausweiten können. In einer gut durchgeimpften Population kann es für ein einzelnes Tier möglich sein, ohne Impfung gesund zu bleiben. Dies kann sich im Laufe der Zeit ändern, wenn die Immunität in der Population nachlässt. Wenn in zu großen Abständen oder gar nicht mehr geimpft wird, kann der Impfschutz der gesamten Tierpopulation zusammenbrechen. In Finnland sind z. B. im Jahr 1995 mehr als 5.000 Hunde an den Folgen einer Staupeinfektion gestorben. Besondere Risiken gibt es bei Tieren, die privat oder von Händlern aus dem Ausland mitgebracht werden. Sie sind häufig nicht geimpft bzw. werden mit gefälschten Impfpässen verkauft. Hunde beispielsweise bringen so immer wieder Staupe und Parvovirose ins Land, sogar tollwutkranke Hunde sind schon mitgebracht worden.

Zuletzt aktualisiert am 03.06.2012 von Administrator.

Ist Impfen schädlich?

Auch moderne Impfstoffe können im Einzelfall Reaktionen an der Injektionsstelle oder Impfschäden hervorrufen. Das ist tatsächlich auch heutzutage nicht ganz ausgeschlossen. Daher ist es sehr wichtig, dass der Tierarzt vor einer Impfung das Tier untersucht. Ein geschwächtes Immunsystem, falsche Ernährung, Arzneimittel, Stress oder Erkrankungen können die Wirksamkeit der Impfung beeinflussen. Es gibt ein funktionierendes Meldesystem, das Nebenwirkungen erfasst. Jede Meldung wird geprüft, ob der betreffende Impfstoff die unerwünschten Wirkungen verursacht hat. Gegebenenfalls kann ein Impfstoff von der zuständigen Behörde aus dem Verkehr gezogen werden. Der Nutzen von Impfungen überwiegt insgesamt deutlich die Risiken bekannter Nebenwirkungen. Bei Katzen besteht der Verdacht, dass die Impfungen gegen Tollwut und Leukämie in sehr seltenen Fällen bösartige Tumoren des Bindegewebes (Fibrosarkome) hervorrufen können. Allerdings kann jede Injektion, theoretisch sogar ein Insektenstich, bei einer empfindlichen Katze potentiell Ursache für ein Fibrosarkom sein. Ursachen und Zusammenhänge werden zur Zeit wissenschaftlich geprüft. Es ist wichtig, Nutzen und Risiko einer Impfung abzuwägen und gegebenenfalls alternativ vermehrt Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen. Der Tierarzt wird Sie beraten, welche Impfungen für Ihre Tiere sinnvoll sind. Die Entscheidung sollte individuell getroffen werden.

Zuletzt aktualisiert am 03.06.2012 von Administrator.

Sind Mehrfachimpfungen sinnvoll?

Impfstoffe enthalten oft mehrere wirksame Bestandteile (Antigene) gleichzeitig, z. B. beim Hund gegen Tollwut, Staupe, Hepatitis, Leptospirose und Parvovirose. Es gibt viele verschiedene Kombinationen aber auch Impfstoffe gegen eine einzelne Krankheit. Allerdings sind die Einzelwirkstoffe nicht unbedingt deutlich billiger. Wiederholungsimpfungen werden durch Mehrfachimpfstoffe erleichtert, weil sie nicht zeitlich getrennt vorgenommen werden müssen. Wenn also alle enthaltenen Antigene sinnvoll und notwendig sind, bedeuten Mehrfachimpfungen für das Tier nur eine    Injektion und für Sie geringere Kosten, weil nur ein Besuch beim Tierarzt erforderlich ist. Es gibt keinerlei Daten, die darauf hinweisen, dass Mehrfachimpfungen bei Hund, Katze und Pferd gegenüber Einzelimpfungen Nachteile haben oder schädlich für das Immunsystem wären. Es gibt aber Kombinationen, die nicht empfehlenswert sind, weil  sie verschieden lange wirken oder das Alter für die erste Impfung unterschiedlich ist. Welche Impfungen in welcher Kombination für Ihre Tiere sinnvoll sind, sollten Sie individuell mit Ihrem Tierarzt entscheiden.

Zuletzt aktualisiert am 03.06.2012 von Administrator.

Muss immer jährlich geimpft werden?

Bei der Zulassung von Impfstoffen wird festgelegt, in welchen Abständen eine Impfung wiederholt werden soll. Außerdem sind in einigen Fällen rechtliche Vorschriften zu beachten. Die Tollwut-Verordnung verbietet Heilversuche an tollwutverdächtigen Tieren. Die zuständige Behörde muss die Tötung von Hunden und Katzen anordnen, wenn sie Kontakt mit tollwutkranken Tieren hatten und kein wirksamer Impfschutz vorliegt. Eine jährliche Wiederholungsimpfung gilt als Nachweis eines wirksamen Impfschutzes und  kann die Tötung verhindern; sie ist damit vor allem in Regionen wichtig, in denen die Tollwut vorkommt. Außerdem werden bei Reisen ins Ausland in der Regel jährliche Tollwutimpfungen verlangt. Einige Länder wie z. B. Norwegen oder Schweden fordern darüber hinaus weitere Impfungen. Wiederholungsimpfungen sind entsprechend der Gebrauchsinformation des Impfstoffs vorzunehmen. Dabei ist zu berücksichtigen, wie  hoch das Risiko des individuellen Tieres ist, sich anzustecken und wie häufig eine Krankheit regional auftritt (Infektionsdruck). Es gibt Impfstoffe, für die ein zweijähriger Abstand angegeben ist. Die voraussichtliche Schutzdauer hängt von vielen Faktoren ab, z. B. der regionalen Ausbreitung der Krankheit, der Einschleppung durch Fernreisen, der Nachbarschaft zu Ländern mit wenig geschützten Tierbeständen (Osteuropa) und der individuellen Immunitätsbildung. Wenn Sie Ihr Tier nicht pauschal impfen lassen wollen, dann kann der Tierarzt in regelmäßigen Abständen untersuchen, wie hoch der Impfschutz noch ist (Antikörper-Titer-Bestimmung an einer Blutprobe) und Sie können dann gezielt über eine Auffrischung entscheiden. Regelmäßige Impfungen sind allerdings in der Regel unschädlich, praktikabler und billiger. Außerdem hängt der Schutz vor Infektionen nicht nur von der maximalen Dauer der individuellen Immunität ab, sondern auch vom Impfschutz der gesamten Population. Dieser ist derzeit nicht sehr stabil, weil nur etwa 15 bis 20 Prozent aller Hunde, Katzen und Pferde konsequent vorschriftsmäßig geimpft werden. Impfungen gegen bakterielle Erreger wie Leptospirose und Borreliose sowie Impfungen mit anderen so genannten inaktivierten Impfstoffen, z. B. gegen Katzenschnupfen, müssen jährlich vorgenommen werden; hier belegen Testinfektionen, dass der Impfschutz etwa ein Jahr anhält.

Zuletzt aktualisiert am 03.06.2012 von Administrator.

Was empfiehlt der Tierarzt bzgl. Impfen?

Insgesamt bietet die jährliche Impfung bei Hunden und Katzen den besten Schutz für das individuelle Tier und die gesamte Population. Eine Grundimmunität wird bei Hunden und Katzen in der Regel nach zwei bis drei Impfungen im ersten und einer weiteren Impfung im zweiten Lebensjahr erreicht. Das Impfschema kann je nach Impfstoff, Tierart und individuellem Fall unterschiedlich sein. Bei Pferden sind grundsätzlich halbjährliche Influenza- und Herpes- sowie Tetanusimpfungen im Abstand von zwei Jahren zu empfehlen. Bei Pferden auf Turnieren ist die halbjährliche Wiederholung der Influenza-Impfung vorgeschrieben, um dem besonderen Infektionsdruck zubegegnen. Änderungen von jahrelang erfolgreich durchgeführten Impfschemata müssen sorgfältig geprüft werden und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen, um die erreichten Erfolge nicht zugefährden.

Zuletzt aktualisiert am 03.06.2012 von Administrator.